Auf Irrwegen oder: Ein Held mit Namen Fiesta

Als Studentin der Philosophie stehen mir vermutlich viele verwirrte Stunden ins Haus. Davon gehe ich zumindest aus. Mir wäre allerdings arg recht gewesen, das hätte nicht schon am ersten Tag angefangen. Wobei die Philosophie nichtmal Schuld ist, sondern meine eigene, übereifrig in die falsche Richtung rennende Wenigkeit.

In meinen Bestrebungen gut organisiert ins Studium zu starten, habe ich schon vor ein oder zwei Wochen meine voraussichtlichen Vorlesungen in meinem Taschenkalender eingetragen – inklusive der Einführungsveranstaltungen zum Semesterbeginn. Man will ja planen können und vorbereitet sein.

Dumm nur, wenn man sich fröhlich die falsche Einführung raussucht, aufschreibt und auf den Weg dorthin macht. Nachdem ich gemerkt habe, dass ich nicht in der „Philosophie“ sondern in der „Philosophie und Reglion“ (oder kurz: PuR) gelandet bin, umgeben von etwa 9 anderen Studenten (ist wohl nicht so groß der Andrang), die scheinbar richtig da waren, habe ich mich kurzerhand entschieden zu bleiben. Wenn man schonmal da ist, kann man sich das Ganze ja auch anhören. Am Ende habe ich erfahren, dass meine eigentliche Einführungsveranstaltung eh schon vorbei war.

Jetzt weiß ich zwar leider nicht, was ich in meinem einem Hauptfach beachten und an wen ich mich wenden muss. Dafür stehe ich vor der Frage, ob ich nicht ohnehin gleich wechseln soll, weil Philosphie und Religion eine interessante Mischung ist und ich darin auch noch gewichten kann, was mich mehr interessiert, wohingegen die Philosophie in sich „beschränkt“ ist, insofern, als dass sie kaum Kurse aus der Religionswissenschaft zulässt. Haben sie in der „falschen“ Veranstaltung zumindest gesagt.

Die erste Lehre des Studiums lautet:

Prüfe alles doppelt – auch und gerade wenn du meinst, du seist schon vorbereitet.

Die zweite Lehre des Studiums lautet:

Es kann sich alles noch ändern – besonders das Studienfach.

Und dann gibt es noch eine Lehre aus dem Leben:

Entscheidungen treffen sich manchmal von alleine.

Wo das jetzt herkommt und was ich damit meine? Bis ich angefangen habe zu schreiben, hatte ich noch nicht entschieden, worüber ich mich auslassen würde. Widme ich mich endlich dem seit Tag 1 geplanten Post zur Bedeutung des Blognamens und Namen im Allgemeinen? Plauder ich aus dem Nähkästchen meines Umzugs? Oder offenbare ich meine eigene Unfähigkeit oder zumindest Verplantheit? Offensichtlich ist es letzteres geworden. Warum, das können nur meine Finger sagen.

Aber zumindest eine kleine Homage möchte ich noch loswerden:

Zwar ist mein neues Zimmer inzwischen mit den wichtigsten Möbeln versehen, aber wie aus meinem letzten Post schon deutlich wurde, fehlen am Ende trotzdem immer noch eine Menge Dinge. Alles, was mir diesesmal eingefallen ist oder was bisher keinen Platz in den Fahrten zu meinem neuen zu Hause hatte, musste heute mit. Nur statt in einem Kombi, in einem kleinen, völlig unterschätzten Fiesta. Was meine Familie mit einiger Überheblichkeit immer eine Wanderstaustelle (ob der mangelnden PS) oder einen Zwergenrollschuh (wohl selbsterklärend) nennt, ist ein wahres Wunder an Platz und Wendigkeit. Völlig mühelos habe ich eine Harfe, einen Notenständer, Spiegel, Taschen, eine Umzugskiste und diverse andere Dinge unterbekommen. Und ein Beifahrer hätte sogar auch noch Platz gehabt. Das ist auch eine Form von innerer Größe.

Ein Gedanke zu “Auf Irrwegen oder: Ein Held mit Namen Fiesta

  1. Pingback: Auf Irrwegen oder: Ein Held mit Namen Fiesta II – Ein Menschenkind wundert sich

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s