Äußerlichkeiten fürs Befinden

Heute mal nur ein kurzer Anstoß zum Nachdenken:

Ist dir mal aufgefallen, wie sehr unsere Stimmung von Äußerlichkeiten abhängt? Ich meine jetzt nicht nur, dass wir gut oder schlecht gelaunt sind, je nach dem was die Welt uns gerade so bringt. Darüber wird ja ständig irgendwo geredet und dass man sich davon frei machen und die Sonne im Herzen tragen solle, oder so ähnlich.

Nein ich meine, den Einfluss den zum Beispiel das Wetter auf unser Empfinden hat. Jetzt wo es schneit, dicke weiße Flocken vom HImmel fallen, es kalt ist und alles nass, da denke ich unweigerlich an Weihnachten. Daran, dass ich jetzt gerne in meiner Skihose und -jacke draußen rumspringen und einen Schneemann bauen, danach eine heiße Schokolade trinken und mich auf Weihnachten freuen würde.

Aber oh, das ist ja noch so ca. 7 Monate hin. Ups.

Im Gegenzug erinnere ich, dass ich während meines Jahres in Indien Null Weihnachtsstimmung hatte. Es hat einfach überhaupt nicht gepasst. Es war warm, von Weihnachten nichts zu sehen, Familie und Freunde weit weg und irgendwie war das auch nicht traurig, weil es war einfach kein Weihnachten. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn man da nicht mit seinen lieben zusammen im Wohnzimmer sitzt. Weihnachten ist in dem Jahr quasi übersprungen worden.

Das einzige bisschen Weihnachtsstimmung hatte ich, als wir mit der ganzen WG schön essen gegangen sind, draußen unter Sternen saßen, Lichterketten in den Bäumen hingen und außer dass es warm war, es so gar nicht nach Indien aussah.

Autsch.

Ein Stück weit klar, unser Empfinden, unsere zeitliche Einordnung hängt zu einem großen Teil von der Welt um uns herum ab. Wenn es kalt ist und früh dunkel wird, ist es Winter. Länger werdende Tage und steigende Temperaturen heißt, der Frühling kommt und mit auch irgendwann der Sommer. So weiß das unser Gehirn.

Es lässt dabei nur jedes Jahr aufs neue außer Acht, dass es kein lineares Fortschreiten ist, kein: eine Woche 5 Grad, dann 7, dann 10 und auf einmal sind wir bei 15 Grad und der Aussicht dass es bald über die 20 geht.

Vielmehr ist es ein hin und her springen. Selbst im Sommer ist ja kein Verlass darauf, dass es immer 28 Grad hat, können sich ganz frecht auch 8 Grad und Regen einschleichen.

Das ist wie das Leben, das legt auch keinen linearen Verlauf stets nach oben hin. Nur glättet unser Verstand viele der Extreme in Retrospektive.

Aber ich schweife schon wieder ab. Eigentlich wollte ich doch nur kurz aufzeigen, wie abhängig wir von äußeren Erscheinungen sind…

 

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