Über mich

„Worüber du dir alles Gedanken machst!“ „Über so etwas denkst du nach?!“ „Damit beschäftige ich mich gar nicht.“

Sätze, die du auch schon mal gehört hast? Gefolgt von dem verwunderten Blick, der dir deutlich sagt: „Ich habe keine Ahnung, wie man auf so etwas kommt und habe eigentlich auch schon wieder vergessen, worum es ging.“

Ich habe so ein Gespräch schon mehr als einmal gehabt und mich darum zu diesem Blog entschieden. Bevor es aber weiter um mein Warum geht, zunächst ein paar Gründe nennen, warum du hierher gehörst.

Du bist hier richtig, wenn:

  • … es dir auch schon mal so ging.
  • … du dir gerne Gedanken über die Welt und die Menschen machst.
  • … du das Gefühl kennst, alleine mit deinen Fragen und Verwunderungen zu sein.
  • … „ist halt so“ keine ausreichende Antwort für dich ist. Egal auf was.
  • … deine Gedanken nie still zu stehen scheinen.
  • … du gerne hörst (oder liest), welche Fragen andere Menschen sich stellen, was sie über die Welt denken und vielleicht so neue Ideen und Ansätze findest.
  • … du dich auch manchmal fragst, wo eigentlich der Tag bleibt, wenn man all den „du sollst“ Folge leisten würde.
  • … du sonst gerade nichts zu tun hast und aus Versehen auf dieser Seite deine Zeit vertrödelst. Es gibt langweiligere Beschäftigungen. 😉

Warum ich schreibe:

In meinem Kopf ist eine Achterbahn. Ständig geht es rauf und runter, um die Kurve, in den Looping und manchmal auch gegen die Wand. Immer mache ich mir um irgendetwas Gedanken, was wichtig ist im Leben, ob es darauf eine Antwort gibt, ob ich eine für mich habe, was „gut“ bedeutet und ob es erstrebenswert ist, was dann schlecht wäre und ob eine derartige Kategorisierung überhaupt möglich ist, wie die Welt funktioniert, was sie zusammenhält, wie Menschen miteinander umgehen, welche Regeln sie sich selbst auferlegen, als Gemeinschaft, als Familie, als Individuum. Manchmal fällt mir auch nur auf, wie grün Gras sein kann.

Nicht selten wiederholen sich die Fragestellungen oder zumindest ähnliche Gedanken kommen immer wieder. Oft, weil ich noch keine Antwort gefunden habe. Zumindest keine, die für mich passt. Oder weil einst Gedachtes und Erkanntes schon wieder in den Sog des Vergessens geraten sind.

Darum schreibe ich jetzt. Damit meine Gedanken nicht verloren gehen und ich zu ihnen zurückkehren kann, ohne von vorne anfangen zu müssen. Um eine Entwicklung zu verschriftlichen und mich nicht auf der Stelle zu drehen. Und warum braucht es für diese egozentrische Welterforschung einen öffentlichen Blog statt eines guten alten Tagebuchs (zurück zu der Frage nach dem „gut“)? Für letzteres habe ich mich nie begeistern können. Ich habe es mehrfach versucht, die angefangenen Notizbücher mit je ungefähr anderthalb Einträgen zeugen davon. Ich schreibe gerne. Aber Worte in ein Buch zu sperren, das fast schon per Definition in die dunkle Ecke der Verschwiegenheit und des Geheimnisses gehören, erscheint mir widersinnig. Ich will keine stille Diskussion mit mir selbst über die belanglosen oder bedeutungsschwangeren Erlebnisse des Tages. Aber ich will eine bisweilen ernste, bisweilen humorvolle Auseinandersetzung mit der Welt, mit euch als mehr oder minder geneigter Leserschaft und mit einer unendlichen Verwunderung über dieses Leben und das wundersame Wesen, das sich Mensch nennt. Vor allem will ich Feedback, Rückmeldung, Gegenargumente, Bestätigung, Kritik (sowohl negative als auch positive). Tut was ihr wollt, aber reagiert!

Wer ich bin:

Ich bin Ayla. Das ist der Name, den meine Eltern mir gegeben haben. Freunde und Bekannte haben mir andere gegeben: Sprinki, Pflaumi, Waldschrat (sollte wohl liebevoll gemeint sein), Konfusi, Wölkchen und viele andere. Jeder hat seine Geschichte, seine Bedeutung. Aber das haben Namen ja immer. Oder hatten zumindest. Hier schreibe ich unter dem Pseudonym „Kleines-Mondenkind“, so nenne ich mich selbst. Klein, weil ich es bin. Mir mangelt es tatsächlich an Zentimetern. Und Mondenkind, weil ich Bücher liebe, Geschichten. Weil der Name für die Bedeutung der Namensgebung selbst steht. Und weil er eine Korrelation zu meiner tatsächlichen Namensbedeutung aufweist. Dass er darüberhinaus hübsch ist und quasi geheimnisvoll, jedenfalls in der Geschichte, könnte auch mit entscheidend gewesen sein. Muss es aber nicht.

Grundschule, Gymnasium, Internat, ein Auslandsjahr in Indien, meine Familie und mein Leben im Allgmeinen haben geprägt, wer ich heute bin. Ich habe einen B.A. in Dienstleistungsmanagement mit Schwerpunkt Medien & Kommunikation. Das ist eine übertriebene Formulierung für eine Art BWL. Das Studium hat mir nie besonders Spaß gemacht und so gar nicht meiner Neigung entsprochen, aber es war, was man so „sinnvoll“ nennt und da aufgeben keine Option ist, habe ich es erfolgreich beendet. Ein Jahr arbeiten im elterlichen Betrieb und die verstörende Frage meines Vaters „Was ist dein Plan für die nächsten 5 Jahre?“ haben mich aus meinem Alltagstrott gerissen und mir gezeigt, dass ich erstens keinen Plan für mein Leben habe und zweitens die gegenwärtige Situation suboptimal finde. So hat man das in meinem Studium auch ausgedrückt, wenn etwas nicht den Erwartungen oder Prognosen oder Hoffnungen entsprach. Eigentlich ein unästhetisches Wort.

Nun habe ich zwar immer noch keinen konkreten Plan, aber eine Idee und eine Entscheidung. Ich mache nochmal ein ganz unsinnvolles und irrationales Studium; Philosophie und Europäische Ethnologie. Und ab hier begleitet Ihr nun meinen Weg, wenn ihr denn wollt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s